Am Projekt «Computer für ‹Rumunka›» wirkten mit ...

Bund
Bundesamt für Informatik und Telekommunikation (BIT)
Eidgenössisches Finanzdepartement (EFD)
Tel +41 31 32 35 816

Gemeinden Gemeinsam Bodensee/Rhein-Sombor
Christoph Zweili, Redaktor St.Galler Tagblatt
Tel +41 71 27 27 654 (G)
christoph.zweili[at]tagblatt.ch (G); czweili[at]smile.ch (P)

Swiss Remarketing AG
Marisa Guggisberg
Administration
Bahnhofstrasse 66
5605 Dottikon
Tel +41 56 201 46 81
marisa.guggisberg[at]swissremarketing.com
www.swissremarketing.com

DHL Logistics (Schweiz) AG
Gerardo Carrabs
Indoor Sales
DHL Freight
DHL Logistics (Schweiz) AG
Sales Department
Heldaustrasse 66
9471 Buchs
Tel +41 81 755 13 79
Fax +41 81 755 14 02
gerardo.carrabs[at]dhl.com
www.dhl.ch

Sombor
Zoran Kalanjoš, Coordinator for Roma issues
City of Sombor
City Government
Trg Cara Uroša 1
25000 Sombor
Tel +381 25 468 136 (office) ; +381 61 228 17 21 (mobile)
zkalanjos[at]sombor.rs; zkalanjos[at]gmail.com

Dimitrije Gusić, Bački Monoštor
dimitrijebm[at]gmail.com

 

Computer angekommen – durchzogene Bilanz

Zum drittenmal hat Gemeinden Gemeinsam Bodensee/Rhein von der Grosszügkeit des Bundesamts für Informatik und Telekommunikation BIT profitiert.

2010 wurden 30 gebrauchte Computer von Stefan und Christoph Zweili im Jugendcamp in Bački Monoštor und im Roten Kreuz in Sombor (Vojvodina/Serbien) installiert, 2011 erreichten zehn Computer über das Rote Kreuz in Bačka Topola das Behindertenheim «Otthon» in Stara Moravica.

Weitere zehn Computer waren diesmal für die Roma-NGO «Rumunka» bestimmt, die sie nun auf jene Nichtregierungs-Organisationen in Bački Monoštor aufteilt, die keinen PC haben. Dies schreibt Zoran Kalanjoš, Koordinator für Romaangelegenheiten der Gemeinde Sombor seit 2005, in einem Mail vom 14. Mai. «Ein paar werden im NGO-Zentrum installiert», hält er fest.

Unsere Erfahrung in den letzten vier Jahren ist durchzogen: Gebrauchte Computer nach Serbien zu bringen ist schwierig, weil sich die zolltechnischen Rahmenbedingungen ständig ändern. Diesmal war es nicht der «Nachweis der elektromagnetischen Verträglichkeit nach EU-Standard», der uns wie im Jahr 2010 die meisten Probleme bereitete. Diesmal war uns gar nicht klar, was an unseren Papieren wie Schenkungsurkunde (in drei Sprachen) oder an Funktionalitäts- und Sicherheitsbestätigung auszusetzen war.

Und so ist es abgelaufen: Das BIT hat den Charity-Antrag vom 24. Januar 2013 für 10 PCs, 10 Monitore, 10 Tastaturen und Mäuse und 10 Stromkabel mit Schuko-Stecker unterstützt. Am 27. Februar wurden die gebrauchten Geräte bei der Swiss Remarketing AG in Dottikon abgeholt.

Am 14. März (!) schreibt Zoran Kalanjoš, dass die Computer in Sombor angekommen sind. Die Geräte sind aber im Zolllager blockiert, bis sie das Finanzministerium für die Benutzung freigibt. Die NGO «Rumunka» muss finanziell für die benötigte Lagerzeit aufkommen – gerechnet wird mit 20 Tagen – am Schluss sind es 62 Tage (!). Eine Erklärung dafür gibt es nicht, einen ethnischen Zusammenhang mit den Romas schliesst Zoran Kalanjoš bei einem persönlichen Treffen am 16. April ausdrücklich aus.

 

Geräte bei Swiss Remarketing aufrüsten

Swiss Remarketing hat nicht zehn gleiche Geräte für die Lieferung nach
Bački Monoštor an Lager. Wir lassen also die 5 Geräte Dell Optiplex 755 SFF 5 mit je einem 1 GB RAM aufrüsten, damit sie den andern 5 Geräten «ebenbürtig» sind – Swiss Remarketing macht das für uns gratis, eine Riesenüberraschung!

Das weitere Vorgehen stelle ich mir (analog der letzten Lieferung nach
Bačka Topola, Serbien) folgendermassen vor:

- DHL Buchs hat inzwischen offeriert, was der Transport über Belgrad mit Verzollung nach Bački Monoštor kostet;
- Swiss Remarketing bereitet die Geräte vor und meldet die erfolgreiche Bereitstellung an Christoph Zweili;
- Mit den Gerätenummern lassen sich die Schenkungsurkunden sowie die Funktionalitäts- und Sicherheitsbestätigung für den Transport ab Swiss Remarketing erstellen;
- Ist alles bereit, lädt DHL Buchs jeweils freitags die Computer in Dottikon auf und fährt sie über Belgrad (mit Verzollung) zum Zielort (Laufzeit (4 bis 6 Arbeitstage).

 

 

Gerätevorschlag angenommen

Wir nehmen den Gerätevorschölag des Bundesamts für Informatik und Telekommunikation (BIT) und von Swissremarketing gerne an.

Das weitere Vorgehen stelle ich mir (analog der letzten Lieferung nach Bačka Topola, Serbien) folgendermassen vor:

- Ich lasse DHL Buchs offerieren, was der Transport über Belgrad mit Verzollung nach Backi Monostor kostet
- Swissremarketing bereitet die Geräte vor und meldet die erfolgreiche Bereitstellung an Christoph Zweili
- Ich gleiche die Infos auf Schenkungsurkunde und Funktionalitäts- und Sicherheitsbestätigung mit Swissremarketing ab
- Wenn alles passt, lädt DHL Buchs die Computer in Dottikon auf und fährt sie über Belgrad (mit Verzollung) zum Zielort

 

Computergesuch ist bewilligt

Das Bundesamt für Informatik und Telekommunikation (BIT) unterstützt den Charity Antrag «Rumunka Bački Monoštor» vom 24. Januar 2013 und überlässt dem Projekt, vertreten durch Christoph Zweili ab Standort Dottikon, Swissremarketing, folgende Altgeräte unentgeltlich:

10 PC, 10 Monitore, 10 Tastaturen und Mäuse sowie 10 Stromkabel mit Schukostecker.

 

Charity-Projekte

Ausgemusterte PCs aus BIT-Beständen werden von der Firma Swiss Remarketing in Dottikon für den Weiterverkauf aufbereitet. Dazu gehört das Löschen sämtlicher Daten auf der Festplatte, eingehende Tests auf Funktionsfähigkeit sowie die hygienische Reinigung.

200 der aufbereiteten Geräte stellen das BIT und Swiss Remarketing kostenlos gemeinnützigen Organisationen für Hilfsprojekte zur Verfügung.Wer eine solche Organisation vertritt und wem Alt-PC's für ein Charity-Projekt dienen, der kann einen Antrag auf Abgabe von Altgeräten an BIT, BSFMI, Charity-Projekte, Güterstrasse 24, 3003 Bern stellen.

 

Ivan, Zoran und Dimitrije

 

Projekt «Rumunka»

Mit zehn gebrauchten Computern des Bundesamts für Informatik und Telekommunikation (BIT) aus der Schweiz soll das NGO-Internetzentrum in Bački Monoštor wieder aktiviert werden. Die letzten Computer wurden gestohlen. Ivan Petrović (angestellt als Hilfslehrer in der Grundschule) als Präsident und Zoran Kalanjoš (Koordinator für Romaangelegenheiten der Gemeinde Sombor seit Mai 2005) leiten seit 1998 die Roma NGO «Rumunka». Dimitrije Gusić hilft in dieser Nichtregierungsorganisation mit. Der Name «Rumunka» belegt, dass die Roma in Bački Monoštor aus Rumänien stammen – «Rumunka» bedeutet «Rumänin».

«Rumunka» will Romas helfen ‒ mit pädagogischen Workshops, mit Reisen und geselligen Anlässen mit anderen Roma NGO's aus Serbien und der Vojvodina. Auch Sportturniere werden organisiert. Zoran Kalanjoš und Ivan Petrović sind verantwortlich für die Mittelbeschaffung: Sie haben einen Spielplatz für Romakinder erstellt und wollen asphaltierte Strassen in jedem Teil der Roma-Siedlung bauen.

In den letzten Jahren gab es bereits wiederholt Begegnungen zwischen dem Internationalen Sommercamp von Gemeinden Gemeinsam Bodensee/Rhein - Sombor in Bački Monoštor und den Jugendlichen und Erwachsenen des Vereins «Rumunka».

Hintergrund

Bački Monoštor liegt im «Gornje Podunavlje», Spezial-Naturreservat in der Vojvodina in Serbien am rechten Donaufer. Im kroatischen Dorf leben laut der Volkszählung von 2002 3920 Menschen ‒ davon waren 52,1 Kroaten, 14,5 «Jugoslawen», 9,5 Serben und nur 420 Roma (10,7 %). Real dürften es allerdings viel mehr sein – Schätzungen gehen von 20 bis 30 Prozent aus, weil viele Roma nicht zu ihrer Kultur standen, um leichter Arbeit zu finden oder nicht benachteiligt zu werden.

 

Bisherige Projekte

Die gemeinnützige Zusammenarbeit mit dem Bundesamt für Informatik und Telekommunikation (BIT) hat sich bestens bewährt: Wir haben bereits 2011 zehn gebrauchte Computer für das Behindertenheim «Otthon» in Stara Moravica überbringen können und rechtzeitig für das 10. Internationale Jugendcamp an der Donau haben Stefan und Christoph Zweili im Jahr 2010 bereits 30 Computer in Bački Monoštor und in Sombor installiert. 

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