Bilder von der Jubiläumsreise

Christl Zoller, Magdalena Wüst, Ruedi Rinderknecht und Christoph Zweili sind einen Tag früher in Sombor als der Grossteil der Gruppe, der mit Zug und Bus anreist. Wir besuchen am Montag, 15. April, die Familie Merö. Mit Thomas Merö, dem Biologen, und Antun Zuljević, dem Ornithologen, beobachten wir Vögel.

 

Der Dienstag, 16. April, steht anfangs im Zeichen des Roten Kreuzes. Gordana Savin, die Leiterin, erklärt ihre Projekte und wir besichtigen die Suppenküche, die eigentlich Mitte April schliesst. Damit wir sie noch in Betrieb sehen, kocht die Rotkreuz-Equipe noch einen Tag länger. Anschliessend besichtigen wir die Spielgruppe in Bački Monoštor und werden anschliessend im Jugendcamp aufs Beste verköstigt. An vier Stationen lernen wir dann ein wenig das Dorf Bački Monoštor kennen: Wir machen Halt bei einer Familie, die Honig produziert, besichtigen die katholische Kirche mitten im Dorf, dann die Etno Kuċa Mali Bodrog von Bešenji Jelisaveta-Eržika und ein Bootsbauer zeigt sein Handwerk. Abends feiern wir im Kafe/Picerija M. in Bački Monoštor.

 

Am Mittwoch, 17. April, stand die Begegnung mit Projektpartnern und der Stadt im Mittelpunkt, unter anderem mit «Ravangrad» (20 Jahre Friedensarbeit), dem Wirtschaftsgymnasium («Intercultural Education», englisch). Nach dem Lunch stand ein Stadtbummel mit Slavica Periškić auf dem Programm – Stationen waren die Orthodoxe Kirche das Atelier Stanišić, wo Glasbilder hergestellt werden. Josip Pekanović, der katholische Pfarrer, zeigte uns dann, wie es mit der Restaurierung seiner grossen Pfarrkirche vorangeht und berichtete über die Situation als Minderheit, Katechese und Ökumene. Nach dem Nachtessen im Gradska Kafana (Stadtcafé) gingen einige ins Stadttheater, um Nikolaj Gogols «Die Hochzeit» zu sehen.

 

Der Donnerstag, 18. April, war für die meisten in der Gruppe ein Höhepunkt ‒ der Ausflug in die verbindenden Naturschutz-Gebiete dies- und jenseits der Donau, das Gornje Podunavlje (auf serbischer Seite) und das Kopački Rit (auf kroatischer Seite), versprach viel. Minutiös organisiert hatte den Tag die Familie Merö. Die Route führte von Sombor über Kupusina am Rand des Gornje Podunavlje dem alten Donauarm entlang, dann der neuen Donau über Apatin zur serbisch-kroatischen Grenze bis Erdut. Weiter gings über Bijelo Brdo (bereits auf kroatischem Boden), Osijek, Bilje, Kopačevo, Podunavlje (Mittagessen im Restoran Kormoran), ins Kopački Rit (mit einstündigem Bootsausflug), Kozjak, Mirkovac, Suza, Zmajevac nach Batina ‒ hier wurde das Kriegerdenkmal zur «Schlacht von Batina» von 1944 besichtigt. Weiter ging es über die Grenze zurück nach Serbien zum Abendessen in die Titovilla nach Strbac in Bački Monoštor.

 

Der Freitag, 19. April, stand im Zeichen des 20-Jahr-Jubiläums Gemeinden Gemeinsam Bodensee/Rhein-Sombor. Er begann mit Referaten von Sonja Biserko, Helsinki Assembly, Belgrad (Political Perspektives), gefolgt von Veljko Sužić, Ökonom und Jovan Slavković, alt Stadtpräsident (Economical Perspektives). Nach dem Mittagessen stellte Knut Gerber von der deutschen Gesellschaft für internationale Zusammenarbeit (GZ) die Entwicklung der Donauregion zur touristischen Destination vor. Um 17 Uhr begann der Empfang im Neuen Rathaus mit Ansprachen des stellvertretenden Stadtpräsidenten Vasa Relić, Nemanja Delić (heute Stadtpräsident), Gordana Savin (Leiterin des Roten Kreuzes), Manda Prišing (Ravangrad), Mihael Ostojić (Vice Konsul, Schweizer Botschaft, Belgrad) und Arne Engeli, Projektleiter und Präsident von Gemeinden Gemeinsam. Es übersetzte Slobodanka (Boba) Egger (Gemeinden Gemeinsam). Der Abend endete mit einem Klavierkonzert von Benjamin Engeli im Alten Rathaus.

 

Am Samstag, 20. April, feiern wir den Geburtstag von Gordana Savin, bevor unsere Gruppe mit dem Auto dann abreist - zurück Richtung Schweiz.
© by sombor.ch 2009 | powered by www.tagblattmedien.ch