Die erste Delegationsreise

Dauer: SF DRS, 18.15, Moderation Philippe Dätwyler

Im Film beschreibt Tanja Bec die Idee des multiethnischen Soros-Kindercamps am Palicsee in Subotica. Vera Webel-Tatic stellt das Anti-Kriegszentrum in Novi Sad vor.

Während sechs Tagen bereist die Schweizer Delegation Ende April 1993 die Vojvodina und sucht nach Anknüpfungspunkten für eine Partnerschaft. Die Inflation ist dramatisch: Zu Beginn der Reise entsprechen 35 000 Dinar noch einer D-Mark, für die sich sechs Eier kaufen lassen − am Ende lassen sich dafür nur noch drei Eier kaufen.

Das Schweizer Fernsehen begleitet die Delegation in die Vojvodina und lässt Vreni Schawalder, Gemeinderätin, Romanshorn; Josef Osterwalder, Gemeinderat, Romanshorn; Hannes Reiser, Europäisches Bürgerforum, Basel; Walter Schawalder, Lehrer, Romanshorn, Arne Engeli, Politologe und Delegationsleiter, sowie Hansjörg Wahrenberger, Gemeindepräsident Neuhausen am Rhein, zu Wort kommen.

Zurück in der Schweiz werden in Romanshorn neun Projekte vorgeschlagen, unter anderem ein Kindersommer im Somborer Waisenhaus für kriegsgeschädigte Kinder, die Unterstützung mit Medikamenten für das Spital Sombor und das Behindertenheim «Otthon» in Stara Moravica sowie Projekte im Sinne der lokalen Initiative «Sombor, Stadt des Friedens und des gegenseitigen Respekts», an die das Regionalkomitee Bodensee-Rhein von Gemeinden Gemeinsam bis heute anknüpft.

Bis heute reisen die Delegationsmitglieder auch auf eigene Kosten und aus Eigeninitiative nach Sombor, um Projekte abzuklären.

SF DRS beschreibt den Ansatz von «Gemeinden Gemeinsam» als modellhaft, weil hier auf politischer Ebene der Wille sichtbar wird, über den Nabel der eigenen Gemeinde hinauszudenken. Als Versuch auch, die humanitäre Tradition nicht einfach an den Bund oder das Rote Kreuz zu delegieren, sondern die Verantwortung in den Gemeinden bei den Bürgerinnen und Bürgern wahrzunehmen.

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