Ravangrad

Verantwortlich Manda Prišing, Sombor

Ausgangslage
In verschiedenen Dörfern - zum Beispiel in Doroslovo - sind Jugendliche (und Erwachsene) serbischer und ungarischer Nationalität in zwei Lager fast wie in Belfast separiert. Dies ist eine Folge der Bevölkerungsumschichtung durch die zugezogenen Flüchtlinge. Mehrere Dörfer waren vorher mehrheitlich ungarisch oder kroatisch - jetzt sind sie mehrheitlich serbisch. Diese Situation kann leicht zu Konflikten führen.

Ziele des Projektes
In den Dörfern um Sombor soll ein Dialog und eine Zusammenarbeit zwischen den Jugendlichen initiiert werden. Vorgesehen sind Workshops in jedem Dorf mit den Jugendlichen der verschiedenen Ethnien, um eine Kommunikationsbereitschaft herzustellen und sich auf die eigenen Werte zu besinnen. Gemeinsame Workshops sollen einen Dialog in Gang bringen. Geplant ist ferner eine gemeinsame Aktion, wie Blumen im Dorf pflanzen, eine Brücke über einen Bach erstellen.

Dazu kommt das Aufspüren von lokalen Besonderheiten und denkwürdigen Ereignissen: Die Geschichte und Entwicklung des Dorfes bis in die Gegenwart, besondere Häuser, Gerätschaften, Fotos, Bäume, Persönlichkeiten, Interviews usw. Auf einem alternativen Ortsplan werden diese Besonderheiten verzeichnet.

Projektleitung
In jedem Dorf wird eine Person mit der Koordination beauftragt. Diese haben teilweise schon vorher an Projekten von Ravangrad mitgearbeitet. Die Gesamtleitung und Animation der Workshops übernimmt Manda Prišing. Für einzelne Workshops werden Experten beigezogen (Historiker, Soziologen, Psychologen, Biologen, Künstler usw.). Ehemalige Teilnehmer aus andern Dörfern bringen ihre Erfahrungen ein.

TeilnehmerInnen
Die Teilnehmer sind 16 bis 30 Jahres alt und gehören verschiedene Nationalitäten an.

Finanzierung
Die früheren Projekte hat die deutsche Friedensorganisation «Die Schwelle» finanziert. Sie musste ihre Unterstützung per Ende 2004 einstellen. Das Gemeinden Gemeinsam-Regionalkomitee unterstützt das Projekt von 2006 bis 2008.

www.soaltermap.com

 

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